2 Gedanken zu „Hallo!

  • Erik-Manfred Stauner
    17. Mai 2022 um 5:52
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    Chronik

    Es hat lange gedauert bis der Mensch erkannte, dass die Natur uns nicht braucht, sondern wir die Natur.

    Diese Erkenntnis lies in 5 Männern die Idee reifen einen Verein mit dem Ziel zu gründen, die einheimische Vogelwelt in einem möglichst intakten Lebensraum zu schützen.

    Unter dem Namen “Verein der Vogelfreunde Ludwigsthal” erfolgte im Dezember 1973 im Lokal “Zum Chef” die Gründerversammlung. Die 15 Anwesenden wählten Richard Drum zum 1. Vorsitzenden, Albert Becker zum 2. Vorsitzenden, Robert Pillong zum 1. Schriftführer, Gerd Sprengler zum 2. Schriftführer, Erich Kist zum 1. Kassierer, Franz Trautmann zum 2. Kassierer, Heinz Drum zum Beisitzer. Wolfgang Dörge und Rolf Schmidt als Kassenprüfer komplettierte den Vorstand. Als Vereinswappen wählte man den schönen und seltenen Eisvogel.

    Schon im ersten Jahr baute man eine Vogelausstellung auf, die weithin Beachtung fand und in der Folge bis zum Jahre 1991 durchgeführt wurde. Danach hatte der Verein keine Räumlichkeiten mehr zur Verfügung, um die über 40 Käfige und die 5 Untervoliere aufzustellen.

    1976 wurde das Vogelschutzgehölz am Ortsausgang Richtung Wellesweiler angelegt. Dieses etwa 3,5 ha große Gelände wurde bis dahin als wilde Müllkippe benutzt. Nach dem Abtransport des Unrates und dem einbringen von mehreren LKW-Ladungen Mutterboden, erfolgte die Bepflanzung mit einheimischen Gehölzen. Darüber hinaus wurden Tränken angelegt und Nisthöhlen aufgehängt.

    Im gleichen Jahr änderte der Verein seinen Namen in “Natur- und Vogelschutzverein Ludwigsthal”, da sich mittlerweile die Vereinsaktivitäten vom reinen Vogelschutz zum Natur- und Umweltschutz ausweiteten. Der Verein schloss sich der “Arbeitsgemeinschaft Ludwigsthaler Vereine” an und beteiligte sich an Gemeinschaftsaktionen wie: Aktion Sorgenkind, Ludwigsthaler Heimatfest, Anlegen der Grünanlage am Gemeindezentrum und Bepflanzen des Geländes am Kindergarten der Arbeiterwohlfahrt.

    Mit Zoodirektor Berdhold Günther bestand eine gute Zusammenarbeit und so wurde 1977 dem Neunkircher Zoo eine Voliere gestiftet, die von den Vereinsmitgliedern gepflegt wurden. Seit dieser Zeit gehörter der Verein auch dem Zooverein an.

    Im Jahr 1981 beschloss man, das Kasbruchtal als Naturschutzgebiet zu gewinnen. Man setzte sich mit dem DBV Vorsitzenden Hr. Martin in Verbindung. Der Deutsche Bund für Vogelschutz (DBV) – Landesverband Saar pachtete von der Schlossbrauerei Neunkirchen das in deren Besitz befindliche ca 18 ha große Tal am Rande der Kreisstadt. Einziges Ziel der Pacht ist die Erhaltung dieses Feuchtgebietes als wertvolles Rückzugsgebiet vieler, teils seltener Pflanzen und Tierarten. Ein Weiher und ein natürlicher Wasserlauf gehören dazu. Der DBV beauftragte den Natur- und Vogelschutzverein Ludwigsthal mit der Aufsicht und Pflege des Pachtgeländes.
    Bleiben die Feuchtgebiete sich selbst überlassen, würde in aller Regel bald dichtes Gebüsch darauf wachsen. Um ihren Wert für die Natur zu erhalten, müssen sie in bestimmter Weise gepflegt und gestaltet werden. Jede Veränderung durch Menschenhand muss jedoch sorgfältig auf die ökologischen Erfordernisse abgestimmt werden.
    So wurden – in Absprache mit dem DBV Landesverband – einige Birken abgeholzt, Staustufen und kleine Tümpel für Amphibien angelegt, sowie Sumpfdotterblumen und Lilien angepflanzt. die Uferbereiche des Weihers wurden mit Schilf, Rohkolben und Binsen bepflanzt und in das tiefere Wasser setzte man Froschlöffel und Seerosen.

    Der größten Teil der Vereinsarbeit bestimmen regelmäßige Arbeiten im Vogelschutzgehölz, mindestens 2 Waldsäuberungsaktionen pro Jahr und das Reinigen der Nisthöhlen im Frühjahr.

    Zurzeit hängen über 100 Nisthöhlen im Gehölz und dem angrenzenden Wald Richtung Kasbruch.

    Mit all den erwähnten Aktivitäten leistet der Verein einen Beitrag zur Erhaltung eines begrenzten Teils naturnahem Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

    Doch bei aller Arbeit für die heimische Vogelwelt und die Natur kommt die Geselligkeit nicht zu kurz. Regelmäßig durchgeführte vogelkundliche Wanderungen, Vereinsausflüge und der Kameradschaftsabend zum Jahresabschluss, bieten auch den inaktiven Mitgliedern viel Abwechslungsreiches.

    Der Natur- und Vogelschutzverein Ludwigsthal ist mit ca. 130 Mitgliedern einer der zahlenmäßig größten Vereine in Ludwigsthal.

  • Erik-Manfred Stauner
    11. Juni 2022 um 0:37
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    Info zum Vogelschutzgehölz

    Eine kleine Oase zum entspannen. Liebevoll vom Natur.- und Vogelschutzverein Ludwigsthal angelegt. Ein kleiner Teich als Vogeltränke, Insektenhotel, Blumenwiese und verschiedene Infotafel über Vogelarten werden durch Sitzgelegenheiten für das Verweilen ergänzt. Von hier aus führt auch ein Vogellehrpfad, der als Rundweg angelegt ist, durch den Ludwigsthaler Wald. Vom Sportplatz Ludwigsthal ausgehend, sind auch ausreichend Parkplätze vorhanden. Leider kommt es immer wieder vor, daß Hundehalter den kleinen Teich als Spielplatz für ihre Hunde ansehen und dadurch immer wieder die Teichfolie beschädigt wird. Auch hinterlassen manche Besucher ihre Hinterlassenschaften von ihrem Picknick außerhalb der vorgesehenen Abfalleimer. Im Zugangsbereich ist zudem das illegale Ablegen von Sperrmüll zu beobachten. Verlassen Sie die Natur so, wie Sie sich auch in Ihrem heimischen Garten wohlfühlen. Die Natur und die Tiere würde es freuen. Auch würdigt es die Arbeit des Vereines, der dies nur aus Spenden und freiwillig ermöglicht.

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